Ob bei den Ägyptern, Griechen, Römern oder im Mittelalter – Spargel war immer der Oberschicht vorbehalten. Vermutlich wird er auch deshalb Götterspeise, Königliches Gemüse, weißes oder grünes Gold genannt.

Kultiviert haben ihn die Römer vor langer Zeit – vermutlich zum ersten Mal – im Marchfeld. Im Mittelalter erfreuten sich vor allem die Königshäuser und Klöster an dem königlichen Gemüse. Zwischenzeitlich ist das gesunde Gemüse immer wieder von den Speisekarten verschwunden. Nur als Heilpflanze blieb er weiter in Verwendung.

Im Marchfeld wird er seit dem 19. Jahrhundert wieder angebaut. Seit 1996 ist die Bezeichnung Marchfeldspargel von der EU geschützt. Nur im Marchfeld ansässige Produzenten, die ihn entsprechend der Leistungsbeschreibung vorgegebenen Bedingungen anbauen, dürfen Marchfeldspargel verkaufen.

 

Aufwändiger Spargelanbau

Nur Spargelpflanzen, die im Marchfeld besonders gut wachsen, werden angebaut. Erst im dritten Jahr können die Marchfelder Spargelbauern das erste Mal ernten.

Bis dahin braucht das königliche Gemüse intensive Pflege: Unkraut vernichten, gießen, düngen und im November die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen. Die Knospen bilden sich bereits im Sommer – in ca. 20 cm Tiefe. Im November werden die oberirdischen Pflanzenteile entfernt. So wird die Gefahr von Schädlingen und Krankheiten reduziert. Für das weiße Gold werden Erddämme gebaut. Damit wird verhindert dass das Sonnenlicht den Spargel färbt. Erst wenn der Boden 500 Wärmepunkte hat, beginnt die Ernte.

Auch die Ernte ist sehr aufwändig. Täglich wird morgens und abends der reife Spargel „gestochen“. Die weiße Stangen werden ausgegraben und mit einem scharfen Messer geerntet – möglichst ohne dabei die Nachbarpflanzen zu zerstören. Der grüne Spargel ist einfacher. Er wächst einfach aus dem Boden und kann mit einem scharfen Messer geschnitten werden. Eine Person kann zwischen 3,5 und 5 kg in der Stunde ernten.

Jedes Jahr wird es schwieriger für diese Arbeit Arbeiter zu finden. 

Jedes Jahr ist es schwieriger Arbeitskräfte zu finden. 

Spätestens am 24. Juni (im Marchfeld schon um den 20. Juni) wird die Ernte beendet. Die Pflanze braucht Ruhe, damit sie Kraft für das nächste Jahr sammeln kann. Nur eine gesunde Pflanze wird auch im nächsten Jahr wieder den köstlichen Marchfeldspargel produzieren.

 

Marchfelder Spargel köstlich gesund

Spargel hat nur sehr wenig Kalorien und hat eine äußerst entwässernde und entgiftende Wirkung. Im Frühjahr ist er daher ein Muss für jede Detox-Kur und alle, die den Winterspeck etwas reduzieren wollen. Doch auch Diabetiker können das königliche Gemüse ausreichend genießen.

Viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe machen die Spargelstangen zum Verwöhnprogramm für deine Körper.

 

Unterschiedliche Sorten

Im Marchfeld gibt es weißen, grünen und violetten Spargel:

  • Der weiße Spargel wächst komplett unter der Erde und sieht kein Sonnenlicht vor der Ernte. Er schmeckt sehr mild.
  • Der grüne Spargel dagegen bekommt viel Sonne. Um sich zu schützen, bildet er daher Chlorophyll. Dadurch wird er nicht nur grün sondern hat fast doppelt so viel Vitamin-C-Gehalt. Vom Geschmack ist er etwas kräftiger und würziger.
  • Der violette Spargel wird genauso angebaut, wie der weiße. Allerdings bekommen seine Spitzen vor der Ernte etwas Sonnenlicht.

Spargel gibt es in unterschiedlichen Größen. Im Marchfeld sind diese wie folgt definiert:

  • Solo Plus = mehr als 25 mm Durchmesser
  • Solo = 20 bis 25 mm Durchmesser
  • Classic = 15 bis 20 mm Durchmesser
  • Classic fein = 10 bis 15 mm Durchmesser

Das besonderes am Marchfeldspargel ist seine Zartheit. Außerdem enthält er weniger Bitterstoffe.

 

Königliches Gemüse beim Ögreissler

Während der Saison bringt dir der Ögreissler den Spargel nach Hause. Bestellen kannst du ihn im Online Shop der Soloselect GmbH der Familie Magoschitz und bei Familie Sulzmann.

Der Spargel, den dir der Ögreissler bringt, wird am Liefertag in der Früh gestochen. So frisch können nur wir!

 

Hast du gewusst?

Winterspargel:
Peru baut 180 mal mehr Spargel an als Österreich. Jedes Kilogramm Spargel aus Peru, das nach Österreich kommt, produziert 12kg CO2.