Marchfeldspargel zubereiten und haltbar machen

Marchfeldspargel zubereiten und haltbar machen

Nur wenige Wochen im Jahr gibt es den beliebten Marchfeldspargel  wirklich frisch auf den Tisch. Aber in dieser Zeit wird er so oft wie möglich auf die unterschiedlichsten Arten zubereitet. Ob als Vor-, Haupt- oder sogar als Nachspeise – die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. In diesem Beitrag zeigen wir dir die verschiedenen Zubereitungsarten. Außerdem findest du Tipps, wie du die Spargelsaison verlängern kannst.

Frischen Marchfeldspargel einkaufen

Bevor du dir über die Zubereitung Gedanken machst, brauchst du erst einmal wirklich frischen Spargel. Da stellt sich schon die Frage, wo bekomme ich wirklich frischen Spargel? Und wie erkenne ich, ob der Spargel frisch ist?

Inci Sulzmann verrät dem Ögreissler wie du erkennst, ob Spargel frisch ist. Video: @Andrea Rammel

Wenn du Glück hast und in der Nähe von Spargelfeldern zu Hause bist, bekommst du frischen Spargel oft direkt vom Bauer an verschiedenen Verkaufsständen. Hast du noch mehr Glück, wohnst du im Liefergebiet vom Ögreissler – dann kannst du dir frisch geernteten Spargel liefern lassen.

 

Spargel schälen oder nicht schälen

Marchfelderspargel wird mindestens drei Mal gewaschen, bevor du ihn zu kaufen bekommst. Entscheide selbst, ob du ihn noch einmal waschen möchtest. Ob bzw. wie viel du den Spargel schälst, hängt in erster Linie von seiner Farbe ab: 

  • Ganz frischen grünen Spargel musst du kaum schälen. Da reicht es meistens, wenn du die Enden 1 – 2 cm abschneidest (je nachdem, wie frisch der Spargel ist). Hast du den Spargel schon etwas im Kühlschrank liegen oder weißt nicht, ob er ganz frisch ist, solltest du das untere Drittel schälen.
  • Bei weißem Spargel ist die Schale härter. Den solltest du auf jeden Fall schälen. Und zwar beginnst du damit etwa 3 – 4 cm unter der feinen Spargelspitze. Schon beim Schälen merkst du deutlich, wenn ein Spargel holzig ist – er fühlt sich an manchen Stellen hart an. In dem Fall schälst du gleich etwas mehr ab. Auch beim weißen Spargel schneide die Enden ab.
  • Sehr dünnen Spargel brauchst du eigentlich fast nicht schälen. Kontrolliere nur, ob du holzige Spargelstangen dabei hast und kürze die Spargelenden etwas.

Das Schälen geht am besten mit einem Spargelschäler (die gibt es bereits mit beidseitiger Klinge – da bist du schneller fertig). Du kannst auch einen herkömmlichen Gemüseschäler verwenden. Da solltest du aber aufpassen, dass dir die empfindlichen Gemüsestangen nicht abbrechen.

Wenn du die Spargelstangen in einem Spargeltopf kochst, achte darauf, dass die Spargelstangen alle ungefähr gleich lang sind.

Den Marchfelderspargel bekommst du in verschiedenen Klassen. Sie unterscheiden sich in der Dicke, jedoch nicht im Geschmack. Das heißt der beliebte Solo Plus schmeckt genauso wie der sehr dünne Classic Fein. Wenn du dir also das Schälen sparen möchtest, nimmst du einfach die dünnen Spargelstangen.

Wenn der Spargel geschält ist, kannst du ihn gleich zubereiten.

Verschiedene Zubereitungsarten für Marchfeldspargel

Ob gekocht, im Dampfgarer, gegrillt … mit dem Schälen hast du das Aufwändigste beim Spargel kochen bereits hinter dir. Die Zubereitung ist einfach:

Spargel kochen

Idealerweise kochst du die Spargelstangen stehend. Entweder hast du einen eigenen Spargeltopf oder du nimmst einfach einen hohen Topf. Fülle den Topf ungefähr in Spargellänge mit Wasser (die Spitzen können ruhig ein bisschen rausschauen).

Lass das Wasser aufkochen. Wenn du willst kannst du etwas Öl oder Butter ins Wasser geben und evtl. etwas Salz. Manche KöchInnen geben auch Zucker ins Wasser. Marchfeldspargel hat einen sehr feinen Geschmack und schmeckt auch vorzüglich ohne Zucker.

Sobald das Wasser kocht, stellst du die Spargelspitzen rein (wenn du keinen so hohen Topf hast, kannst du den Spargel auch ins Wasser legen) und lässt das Wasser noch einmal aufkochen. Dann dreh etwas zurück und lass den Spargel langsam garen. Die Kochzeit hängt vom Durchmesser ab:

  • Weißer Spargel braucht ca. 10 – 20 Minuten.
  • Grüner Spargel ist etwas schneller durch. Rechne mit 8 – 15 Minuten.

Ob der Spargel gar ist, siehst du, wenn er sich durchbiegt. Wenn du in das untere Ende mit einer Gabel stichst und es ist weich, ist der Spargel durch. Im Zweifelsfall probierst du einfach eine Stange. Dir läuft sicher schon das Wasser im Munde zusammen.

 

Nasser Spargel nimmt die evtl. dazu gereichten Saucen nicht so leicht auf. Lass ihn daher gründlich abtropfen, bevor du ihn servierst.

 

Spargel im Dampfgarer

 

Als wir vor ein paar Jahren eine neue Küche bekamen, entschieden wir uns für ein Induktionsfeld. Unser Spargeltopf war dafür nicht geeignet, doch mit der neuen Küche bekamen wir auch einen Dampfgarer. Und so sehr ich meinen Spargeltopf geliebt habe, der Dampfgarer ist echt der Hammer!

 

Du legst die geschälten Spargelstangen in eine gelochte Form, schiebst sie in den Dampfgarer und schaltest ein. Meinem Dampfgarer sage ich, ob weißer oder grüner Spargel / dick oder dünn und er stellt sich die Zeit selbst ein. Du kannst aber davon ausgehen, dass die Garzeit bei 100° Grad ungefähr genauso lange ist, wie du ihn im Topf kochst.

 

Der Vorteil beim Dampfgaren ist, dass der Geschmack noch feiner ist. Dadurch dass das Gemüse nicht so lange im Wasser liegt, schmeckt es noch ein bisschen intensiver. Und das Abtropfen nach dem Kochen kannst du dir auch sparen.

 

Marchfeldspargel grillen

 

Bevor der Spargel auf den Griller kommt, wird er ebenfalls geschält. Grüner Spargel eignet sich besser zum Grillen, als weißer. Weil er schneller durch ist. Du kannst aber den weißen Spargel etwas vorgaren, damit verkürzt du auch seine Grillzeit.

 

Wenn du den Spargel im Backofen grillst oder Alufolie auf deinen Gartengriller legst, kannst du ihn vorab mit Öl marinieren. Willst du ihn direkt auf den Grillrost legen, nimmst du ihn einfach frisch geschält – ohne Marinade.

 

Die Grillzeit hängt wieder vom Spargel ab. 8 – 10 Minuten sollte reichen. Dreh die Gemüsestangen einmal dazwischen um. Am Griller funktioniert das gut, wenn du mehrere Stangen auf zwei Holzspieße steckst.

 

Was passt gut zum Marchfeldspargel

 

Den feinen Geschmack des königlichen Gemüses möchtest du natürlich nicht mit deftigen Gewürzen oder geschmacksintensiven Begleitern zerstören. Deshalb wählst du am besten Beilagen, die den Spargel angenehm unterstützen:

 

  • Erdäpfel
  • Schinken in seinen unterschiedlichsten Formen
  • Paradeiser
  • jedes andere Frühlingsgemüse vom Frühlingszwiebeln über Spinat bis Radieschen
  • Bärlauch ist fast zur selben Zeit reif und obwohl sehr intensiv im Geschmack, passt er sehr gut zu Spargel
  • Ein paar Wochen nach Beginn der Spargelsaison gibt es die ersten Marchfelder Erdbeeren. Auch sie passen hervorragend zu den köstlichen Gemüsestangen und bilden einen guten Kontrast auf dem Teller.
  • Eier
  • Fisch
  • zartes Fleisch
  • verschiedene Saucen
  • Mit der typischen Wiener Panier kannst du auch Gemüseverweigerer vom königlichen Gemüse überzeugen.
  • Blätterteig …

Wir essen am liebsten grünen Spargel mit Hanföl und Hanfnüsschen. Das ist schnell zubereitet und schmeckt echt köstlich.
Alternativ geht auch Kernöl mit gerösteten Sesamkörnern. 

Je weniger Beilagen, umso besser für die Figur. Machst du im Frühjahr eine Diät, gibt es kaum etwas Besseres als Spargel – er hat so gut wie keine Kalorien und er entwässert!

Spargel haltbar machen

Frischen Spargel kannst du für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren, wenn du ihn in ein feuchtes Küchentuch wickelst. Wenn du ihn länger haltbar machen möchtest, weil dir die Spargelsaison einfach zu kurz ist, hast du mehrere Möglichkeiten:

Spargel einfrieren

Schäle den frischen Marchfeldspargel und gib ihn portionsweise in Gefriersäcke oder -behälter. Und schon geht’s ab in den Gefrierschrank. Wann immer dir nach Spargel ist, gibst du ihn noch gefroren ins kochende Wasser. Um mindestens ein halbes Jahr kannst du so die Spargelsaison verlängern.

Spargel einlegen

Zum Einlegen eignen sich vor allem die feinen Spargelspitzen oder Bruchspargel. Eingelegt in würzigen Marinaden und in kleinen Gläsern konserviert kannst du das königliche Gemüse noch lange genießen.

Spargel einkochen

Eine andere Möglichkeit, die Spargelsaison zu verlängern ist eingekochter Spargel. Ob im Ganzen, Spargelspitzen oder Bruchspargel – möglich sind alle Varianten und Farben. Außer Zucker, Salz, Wasser und Gläser brauchst du nichts weiter. Im kleinen Kuriositätenladen findest du ein Rezept, wie’s geht.

Hast du’s gewusst?

  • Spargel kannst du jederzeit mit den Fingern essen. Unsere Schweizer Freunde zum Beispiel essen die Gemüsestangen nur so.
  • Nicht immer muss der Spargel gekocht werden. Auch roh kannst du ihn essen. Wobei der grüne Spargel besser schmeckt. Und ich dir eher die dünnen Stangen empfehle. Schälen solltest du sie auf jeden Fall.
  • Spargel braucht 500 Grad bis er geerntet werden kann.

Wie bereitest du deinen Spargel am liebsten zu? Schick uns dein Rezept mit Foto und wir veröffentlichen es auf unserem Blog. 

Da sind die Strauße zu Hause: Marchfeldstrauss

Da sind die Strauße zu Hause: Marchfeldstrauss

Dem Interviewtermin bei Marchfeldstrauss sahen wir mit Bangen entgegen. Die Wettervorhersagen waren ganz schlecht. Als wir bei der Grill Ranch – dahinter leben die Strauße – ankamen, blinzelt die Sonne noch ein bisschen hervor. Wir starteten gleich bei den Straußen, du willst bestimmt Fotos der Strauße sehen.

Strauße im Marchfeld, gibt es die wirklich?

Ja, die gibt es! Seit ca. 1,5 Jahren. Damals haben die Gebrüder Wild die Strauße übernommen. Seitdem bauen die Brüder Hannes und Karl Wild auf ca. 5 Hektar Land eine Straußenfarm mit Aufzuchtstation.

Ein wenig mulmig war uns schon, als wir in das Gehege der ausgewachsenen Sträuße gingen. Gleich kamen sie auf uns zu. Und schnell bemerkten wir, dass sie sehr aufgeweckte und neugierige Tiere sind. Die eine große Vorliebe für Glänzendes haben. Mit großer Freude beäugten sie die glitzernden Knöpfe unserer Jacken und peckten sie an. Unsere anfängliche Ehrfurcht vor den ausgewachsenen Tieren war schnell verflogen.

Während wir unsere Knöpfe verteidigten und Fotos machten, erzählte uns Hannes Wild einiges zur Haltung der Strauße.

Naturnahe Haltung

Die Brüder Wild haben ihr ganzes Leben Tiere gehabt. Wichtig war ihnen immer die naturnahe Haltung. Darauf achten sie auch bei den Straußen.

Die großen Laufvögel brauchen sehr viel Platz und Auslauf. Nach dem Tierschutzgesetz sind pro Strauß 80 m2 vorgeschrieben. Bei Hannes Wild sollen es mindestens 100 m2 sein. Für die Zucht ist der Platzbedarf noch höher. Ein Hahn braucht mit seinen drei Hennen ungefähr 700 m2 – schließlich wollen die Damen angemessen umworben werden.

Das riesige Gelände ist mit stabilen Zäunen in verschiedene Gehege unterteilt. Für die Zäune gibt es gesetzliche Vorgaben, denn sie müssen richtig stabil sein. Ein ausgewachsener Straußen-Hahn entwickelt enorme Kräfte, wenn er zu seiner Henne will.

In einem anderen Gehege sind die Strauße untergebracht, die nicht für die Zucht behalten werden. Sie sind etwas kleiner, aber mindestens genauso neugierig. Besonders entzückend sind die kleinsten Vögel. Sie sind im September / Oktober letzten Jahres geschlüpft (wir haben sie im Februar fotografiert).

 Nachdem Straußenküken noch kein dichtes Federnkleid haben, leben sie in einer Holzhütte, wenn das Wetter kalt oder nass istDie erwachsenen Tiere haben ebenfalls die Möglichkeit sich „unterzustellen“. Doch sie lieben es draußen zu sein.

Derzeit leben ca. 60 Strauße auf der Straußenfarm. In zwei Jahren sollen es 300 sein. Platz genug ist auf jeden Fall.

Im Gehege gibt es eine riesige Sandfläche. Diese ist zum Baden und Reinigen der Federn gedacht. Außerdem legen die Hennen ihre Eier dort ab. Und natürlich gibt es eine große Futterstelle.

Was fressen Strauße?

Strauße werden mit einer Getreidemischung gefüttert. Den verschiedenen Getreidesorten sind Futterkalk, Steine, Mineralien und Bierhefe beigemischt. Lieber fressen sie Grünes wie Salat und Gras. Am liebsten fressen die Strauße Klee. Im Sommer bekommen sie frisch gemähte Blumenwiesen oder ungedüngten Rasenschnitt.

Das Futter ist der Grund, warum Marchfeldstrauß nicht biozertifiziert ist. Dafür müsste das gefütterte Gras biozertifiziert sein. Die Brüder Wild füttern ausschließlich ungedüngtes, gesundes Gras von zuverlässigen Quellen. Doch nicht jeder Bauer, Hausbesitzer hat einen Bio-Nachweis für seinen Rasenschnitt.

Die richtige Größe des Futters ist sehr wichtig. Größere Teile können die Strauße nicht verdauen und können zum Erstickungstod der Tiere führen. Wenn du bei der Straußenfarm vorbei spazierst, ist es für das Überleben der Tiere notwendig, dass du kein Gras oder anderes Futter ins Gehege wirfst.

So wie Hühner, fressen Strauße Steine, diese vermalen das Getreide im Magen. Ungefähr ein Viertel des Mageninhaltes besteht dafür aus Steinen.

Familienleben der Laufvögel

Der Straußenvater hat normalerweise drei Hennen. Die Hennen legen 40 – 60 Eier pro Saison (je nach Wetterlage von Februar / März – Oktober). Nicht jedes Ei ist befruchtet. Es kann vorkommen, dass alle Eier der Lieblingshenne des Hahns befruchtet sind. Und die Eier der anderen Hennen nicht. Im Durchschnitt sind 50 % der Eier befruchtet.

Ausgebrütet werden die Eier normalerweise vom Hahn. Dieser passt sehr gut auf das Gelege auf. Außer er befindet, dass ein Ei nicht passt, dann wirft er es einfach aus dem „Nest“.

Marchfeldstrauss setzt auf das Bebrüten der Eier im Brutkasten. Auch wenn es nicht einfach ist, Papa Strauß die Eier wegzunehmen. Im Brutkasten haben die Eier eine konstante Temperatur und optimale Bedingungen für die Entwicklung. Nach 37 Tagen schlüpfen die Küken und bleiben noch 3 Tage im Brutkasten. Dann lernen sie trinken und fressen (einer fängt an, die anderen machen es nach). Anschließend kommen sie in die Aufzuchtstation.

 Vor allem in den ersten Monaten brauchen die Kleinen noch viel Aufmerksamkeit. Bei schlechtem Wetter werden sie in die Holzställe gebracht. Die kleinen Strauße sind durch Kälte und Nässe sehr gefährdet. Eine Fußbodenheizung und Wärmelampen sorgen daher für ein warmes und trockenes Ambiente.

Erst wenn die Küken größer sind, kommen sie nach draußen. Wenn sie ausgewachsen sind, halten sie Hitze und Minusgrade gut aus. Obwohl die Wild-Brüder so sorgfältig auf ihre Küken schauen, überleben bisher nur ca. 60 %. Immer wieder passiert es, dass ein Küken etwas aufpickt, das es nicht verdauen kann. Oder es war einfach zu kalt und nass. Die Fußbodenheizung wurde erst heuer in die Stallungen eingebaut. Sie wird die Überlebenschancen der Küken wesentlich erhöhen.

Steckbrief Vogel Strauß

Strauß: Laufvogel – größter Vogel, der nicht fliegen kann

Größe: ca. 2,5 m

Gewicht: bis zu 130 kg, ca. 30 kg Fleisch, der Rest sind 6 – 8 % Blut, Innereien, Därme, Magen, Füße (ca. 3,0 kg je Fuß), Knochen, 22 % Fett

Alter: bis 30 Jahre

Nahrung: hauptsächlich Pflanzenfresser, kleine Insekten

Brutzeit: 40 – 50 Tage

Faszination Straußenei

Allein die Größe eines Straußeneis ist beeindruckend. Es ist zwischen 1,5 und 2,0 kg schwer. Das entspricht in etwa dem Volumen von 25 Hühnereiern. Bei Marchfeldstrauss kannst du die unbebrüteten Straußeneier ab Februar / März kaufen. Ein Ei ist ungeöffnet und gekühlt bis zu vier Wochen haltbar. Achte darauf, das Ei nicht ins Gemüsefach zu legen. Dort kann die Schale grünlich werden, das hat allerdings keine Auswirkung auf den Inhalt.

Der Inhalt des Straußeneis ist etwas cremiger als du das vom Hühnerei kennst. Es ist ein bisschen so, als wäre Schlagobers dabei. Um an den cremigen Inhalt zu kommen, musst du die etwa 3 mm dicke Schale mit einem Bohrer öffnen. Dazu bohrst du das Ei zuerst an beiden Seiten mit einem 4 mm Bohrer an. An der flachen Seite bohrst du mit einem 12 mm Bohrer nach, schon kann der köstliche Inhalt in ein Gefäß fließen. Diesen kannst du genauso verwenden, wie ein Hühnerei. Wir empfehlen dir größere Portionen einzuplanen. Also z. B. Weihnachtskekse oder für Hochzeiten backen, auf Vorrat backen, eine Eierspeis für viele Leute … Besonders gut gelingt Eierlikör. Wenn du den Eierlikör nicht selbst machen magst, kannst du ihn im Ögreissler-Shop bestellen.

Hannes Wild hat uns erzählt, dass er eine Kundin mit Hühnerei-Allergie hat. Sie holt sich ab und zu ein Straußenei, um auf Vorrat zu backen / kochen, weil sie das besser verträgt.

Auch leere Straußeneier bekommst du bei Marchfeldstrauss. Diese kannst du bemalen, verzieren und dekorativ gestalten. Schick uns doch ein Bild von deinem künstlerischen Straußenei. Wir zeigen es gerne hier und auf unserer Facebook-Seite.

Gesundes Straußenfleisch

Straußenfleisch ist sehr fettarm, da das Fleisch nicht von Fett durchzogen ist. Das Fett, befindet sich hauptsächlich am Brustkorb. Bei Fleischprodukten, die sonst zu mager wären, wird ein Teil davon beigemengt, z. B. bei Hamburger-Patties oder Würstel. Dies gewährleistet, dass beim Braten das Fleisch saftig bleibt. Ebenso ist Straußenfleisch cholesterinarm. Mit 60 my Cholesterin auf 100 g ist es bei Problemen mit Blutdruck und Blutfettwerten gute Nahrung.

Voraussetzung für gesundes und gutes Straußenfleisch ist die artgerechte Haltung und das stressfreie Schlachten der Tiere. 

Obwohl Hannes Wild gelernter Fleischhauer ist, schlachtet er die Tiere sehr ungern. Als er uns erzählte, dass beim letzten Sturm ein Ast seinen Lieblingsstrauß so verletzt hat, dass sie ihn von seinem Leid befreien musste, standen ihm fast die Tränen in den Augen.

 

Das notwendige Übel für Marchfeldstrauss

Vegetarier und Veganer stellen die Notwendigkeit bestimmt in Frage. Tatsache ist jedoch, dass der Großteil der Menschheit Fleisch ist und sich das so schnell nicht ändern wird. Doch vielleicht lassen sich die Leute davon überzeugen, weniger und dafür gesünderes Fleisch zu essen. Von Tieren, die bis zu ihrem Tod ein gutes, artgerechtes Leben hatten.

Wenn die Strauße groß genug sind, werden sie mit dem hauseigenen Wagen auf das Gelände nach Bockfließ transportiert. Auf 2,5 ha haben sie da mehr als genug Auslauf. Den Brüdern Wild liegt es am Herzen, dass die Tiere für die Schlachtung nicht unnötig lang transportiert werden und so wenig Stress wie möglich erleben. Daher hat Marchfeldstrauss eine Genehmigung für Farmwild-Schlachtung am Hof.

Bevor die Tiere geschlachtet werden, leben sie 2 – 3 Monate in Bockfließ und haben den Transportstress lange vergessen. Im Alter von 1 – 2 Jahren werden die Tiere direkt auf der Farm separiert und in den Kopf geschossen. So sind sie nicht gestresst und müssen nicht leiden. Das tote Tier wird vom Tierarzt kontrolliert, zum Schlachthof gebracht und ordnungsgemäß verarbeitet. Zur einfachen und hygienischen Lagerung wird das Fleisch vakuumiert. Die Gebrüder Wild legen darauf Wert, dass bei der Verarbeitung keine Konservierungs- oder Bindemittel zugesetzt werden.

 

Zubereitung von Straußenfleisch

Geschmacklich liegt es zwischen Rindfleisch und zarter Pute. Gerade weil das Fleisch so fettarm ist, solltest du das Steak maximal „medium“ braten (3 – 5 Minuten bei mehrmaligem Wenden). Magst du lieber durchgebratenes Fleisch, ist das Straußenfilet das richtige Fleisch für dich.

Straußenfleisch brauchst du nicht in Öl marinieren. Genieße den feinen Geschmack des Fleisches.

Ögreissler Peter Comhaire ist mittlerweile zum Interview-Termin nachgekommen. Gerade rechtzeitig zur Zubereitung des Fleisches. Hannes Wild machte für ihn exklusiv ein Straußenherz. Einfach aufschneiden, kurz von beiden Seiten anbraten und nach ein paar Minuten war das Herz fertig. Jetzt noch Salz und Pfeffer drauf. Peter hat es geschmeckt. 

Karl Wild empfiehlt das Straußenfleisch lediglich mit Salz und Pfeffer zu würzen, um den herrlichen Eigengeschmack hervorzubringen. Auch eine gute Kombination ist die Würzung mit Majoran, gemahlenem Kümmel und Curry. Wobei das Fleisch ein paar Tage vor der Zubereitung gewürzt wird. Also z. B. würzt du das Fleisch (ohne Öl) am Donnerstag, wenn du es am Samstag essen möchtest. Nach dem Würzen bitte unbedingt im Kühlschrank aufheben. Karl Wild mag das gewürzte Fleisch am liebsten, wenn es am Holzkohlengrill gebraten wird. Dazu passt am besten Gemüse der Saison, Salat und wie bei jedem gegrillten Fleisch verschiedene Saucen.

Natürlich kannst du Straußenfleisch panieren und wie ein Schnitzel zubereiten. Oder du machst Gulasch daraus. Dabei solltest du darauf achten, dass das Fleisch schon ein bisschen abgelegen ist. Bei der Zubereitungszeit von Straußenfleisch kannst du dich an den Zeiten für Rindfleisch orientieren

Das von Karl Wild gekochte Straußen-Gulasch kannst du in Gläsern abgefüllt im Ögreissler-Shop kaufen.

Hannes Wild hat uns verraten, wie du bei vakuumverpacktem Fleisch siehst, ob es ganz frisch ist: Wenn am Rand der Verpackung kein Blut zu sehen ist, wurde es gerade erst verpackt. Liegt es schon ein bisschen länger, bildet sich ein leichter Blutrand. In der Vakuumverpackung kannst du das Fleisch 3 bis 4 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wirst du es noch länger nicht kochen, friere es besser ein.

Im Ögreissler-Shop

bekommst du die Produkte vom Strauß in verschiedenen Variationen:

  • Straußensteak
  • Straußenfilet
  • Straußenburger à 180 g
  • Gulasch
  • Rohschinken
  • Bratwurst / Streichwurst
  • Hundefutter für deinen vierbeinigen Liebling
  • Eierlikör
  • Straußenfedern …

Die Wild Brüder sind sehr experimentierfreudig und werden sicher noch mehr Köstlichkeiten vom Strauß entwickeln.

Was heute unter nachhaltig vermarktet wird, das haben wir schon immer so gemacht. Bei uns wird nix weggeschmissen“ sagt Hannes Wild. Es wird jedes Stück vom Strauß verwertet. Fleisch das nicht verarbeitet werden kann, wird zu Hundefutter. Selbst die leeren Straußeneier und Federn sind begehrtes Dekorationsmaterial. Lediglich die Knochen werden derzeit noch nicht verwendet. Doch das soll sich noch ändern.

Ein Arbeitstag bei Marchfeldstrauss

Der Tag beginnt bei den Wild Brüdern zwischen 6:00 und 6:30 Uhr. Und dauert im Durchschnitt 12 Stunden. Gleich in der Früh schauen sie zu den Straußen, ob alles in Ordnung ist und ob die Stromversorgung funktioniert. Vor allem die Jungstrauße brauchen noch viel Aufmerksamkeit.

Sobald es hell ist, werden die Tiere gefüttert. Neben den Straußen gibt es hinter der Grill Ranch noch Lamas, Esel, Schweine, Ziegen …

Wenn dann alle gut versorgt sind, wird am Ausbau der Stallungen gearbeitet. Zusätzliche Gehege wollen die Brüder Wild noch errichten. Die Wege wollen sie befestigen, damit das Füttern einfacher wird und die Tiere weniger gestört werden. Türen wollen montiert, Fliesen verlegt, Mauern aufgebaut werden … Das alles wird bei Marchfeldstrauss selbst gemacht. Nachdem die Farm im Aufbau ist, müssen die Wild Brüder auf die Finanzen achten.

Futterkosten, Ausgaben für den Tierarzt und den Schlachthof, Materialkosten … da muss Marchfeldstrauss schon viel Straußenfleisch verkauft werden, um alles zu finanzieren. Am teuersten ist die Aufzucht der jungen Strauße. Ob Fußbodenheizung oder Wärmelampen – die Anschaffung und die Erhaltung sind kostenintensiv.

Zum normalen Arbeitsalltag gehört das Zubereiten der Produkte. Von der Schlachtung bis zur Verpackung. Und nicht zu vergessen die Kreation neuer Köstlichkeiten. Da sind sich Hannes und Karl Wild einig – sie wollen ganz besondere Straußenspezialitäten für dich kreieren. Und ihre Ansprüche sind sehr hoch dabei. Bleib am laufenden und schau im Shop vorbei oder melde dich für den Ögreissler-Newsletter an.

Erlebnis Marchfeldstrauß

Im kommenden Herbst ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant.  Als Besucher bekommst du da noch mehr Informationen zur Straußenfarm und kannst die beeindruckenden Laufvögel live erleben.  Geplant ist die Verkostung verschiedener Hausspezialitäten.

Doch du musst nicht bis Herbst warten, um Marchfeldstrauss oder das Straußenfleisch kennenzulernen. Auf der Grill Ranch, die von den Gebrüdern Wild verpachtet wird, kannst du Straußensteak und Straußenfilet auf Vorbestellung probieren!

An den Straußengehegen kannst du jederzeit vorbeispazieren. Doch bitte: Wirf kein Futter ins Gehege. Du weißt ja, zu lange Halme können dazu führen, dass der Strauß erstickt! Und die Tieren mögen es auch nicht, wenn du mit Stöcken gegen den Zaun schlägst. Wenn du einfach stehen bleibst und sie beobachtest, wirst du feststellen, wie amüsant die großen Vögel sind. Gerne kannst du uns in den Kommentaren deine Eindrücke hinterlassen. 

Erfahre mehr über unsere Produzenten

In Interviews stellen wir dir unsere Produzenten und Partner vor. Erfahre mehr über die Produkte, hole dir Rezeptideen und verpasse kein Angebot. Mit den Ögreissler Genuss-News informieren wir dich einmal wöchentlich über alle Neuigkeiten beim Ögreissler. 

Fotos: © Andrea Rammel für Ögreissler

Bio-Lammfleisch ab Hof

Bio-Lammfleisch ab Hof

Hinter dem Schloss Petronell geht es in den Nationalpark Donau-Auen. Und gleich links neben dem Eingang zum Nationalpark haben wir Otmar und Michael Weber – Vater & Sohn – getroffen. Die Schafe und Lämmer der beiden Biohirten stehen dort auf einer riesengroßen Weide. Die Weide gehört dem Schlossherrn. Und da beginnt der Kreislauf der Freude:

  • Der Schlossherr freut sich über die unkomplizierten Landschaftspfleger.
  • Die Lämmer und Schafe freuen sich über die Freiheit und das köstliche Biofutter, das auf der Weide wächst.
  • Die Biohirten freuen sich, dass es ihren Tieren gut geht.
  • Als Genießer von Bio-Lammfleisch kannst du dich später über zartes, gesundes und köstliches Lammfleisch freuen.

Bioschafe im Marchfeld vor der traumhaften Kulisse von Schloss Petronell

Doch nicht nur hier pflegen die Schafe der Familie Weber die Weide. Auch an der March und einige Donaudämme im Marchfeld halten die Landschaftspfleger fit. Fleißig mähen und düngen sie die Natur im Marchfeld.

Besuch auf der Schafweide

Gemeinsam mit Vater & Sohn Weber besuchten wir die Schafweide. Die Tiere haben uns schon längst entdeckt. Gleich als sie uns gesehen haben, kamen sie gelaufen. Denn wenn das Auto vorfährt, bedeutet das für sie, dass es Zusatzfutter gibt. Täglich wird Getreide und Grünschnitt zugefüttert. Das kommt bei den Schafen und Lämmern sehr gut an. Schnell sind wir eingekreist. Von schwarzen Jura-Schafen und weißen Bergschafen 

Wenn es Futter gibt, kommen sie gelaufen. Bio-Getreide wird täglich im Kübel angeliefert.

Die vorlautesten Schafe konnten es nicht erwarten und holten sich das Futter direkt aus dem Kübel. Scheu sind die Tiere nicht. Mit Peter haben sie sich schnell angefreundet. 

 Peter und das Bioschaf – Liebe auf den ersten Blick.

Während wir den Schafen beim Fressen zuschauten, erzählten uns die Weber-Männer mehr über ihre Landschaftspfleger. Denn das sind die Schafe hier hinter dem Schloss Petronell. Sie lieben das Gras und die Kräuter, die hier auf der Wiese wachsen. Die Schafe leben hier wirklich gesund und sie haben eine riesige Fläche, auf der sie sich frei bewegen können.

Ein ausgefüllter Arbeitstag

Für die Familie Weber bedeutet das doch einiges an Arbeit: Die Zäune müssen immer wieder neu aufgestellt werden. Ist eine Weide abgegrast, muss das nächste Grundstück eingezäunt werden, bevor die Schafe übersiedeln können. Sicher keine leichte Arbeit. 

Neben dem Füttern müssen die Schafe regelmäßig geschoren werden. Nachdem die Reinigung und Weiterverarbeitung der Schafwolle für den kleinen Betrieb zu viel Aufwand bedeutet, wird sie als Dünger verwendet. Jeder Hobbygärtner weiß, dass Kräuter und Gemüse die Schafwolle lieben. Sogar die Schnecken soll sie vertreiben.  

Solange die Mutterschafe auf ihren Nachwuchs schauen, werden sie von der Herde getrennt. Der Stall muss täglich gepflegt werden. Und wenn die Mutterschafe zu wenig Milch haben, werden die Lämmer mit der Milchflasche gefüttert 

So verbringen die Weber-Männer zwischen 7 und 8 Stunden am Tag mit der Pflege ihrer Schafe.

Im Stall bei den Mutterschafen

Natürlich wollten wir den Stall mit den kleinen Lämmern sehen. Hier ist es schon ein bisschen kuscheliger für die Schafe. Aber sie können sich aussuchen, ob sie sich im Zelt unterstellen oder lieber draußen bleiben wollen. Und auch hier haben sie regelmäßig Auslauf. Trotz niedriger Temperaturen halten sich die Schafe gerne im Freien auf. Die kleinen Lämmer kommen gleich zu Otmar Weber gelaufen. Manche sind ihm wirklich ans Herz gewachsen.

Bleib auf dem Laufenden

Mit unseren Genuss-News informieren wir dich einmal in der Woche über aktuelle Angebote und News vom Ögreissler. Melde dich gleich an. 

Kaum vorstellbar, dass man so ein kleines Lamm dann schlachtet. Doch Otmar Weber meinte, dass sich die persönliche Bindung aufhebt, wenn die Tiere größer sind. Dann sind sie einfach Teil der Herde. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bock Rambo zum Beispiel ist schon sieben Jahre und ist ihm in der Zeit ans Herz gewachsen. Oft büxt der vorlaute Schafbock aus, um seine Herde auch vor Hunden, die über das Weber-Grundstück spazieren, zu schützen. Seinen Beitrag zum Einkommen der Familie hat Rambo schon lange geleistet, heute genießt er die Altenpension bei seiner Herde.

Genau genommen macht Rambo, was ihm gerade einfällt. Er modelt, holt sich die Körner direkt aus dem Auto …

… und er bewacht natürlich den Hof und seine Herde.

Geschlachtet wird ein Lamm, wenn es ca. 42 – 45 kg hat. Da ist es zwischen fünf und sechs Monate alt. Als Lamm gilt es bis zu einem Jahr. Obwohl die Schafe regelmäßig vom Tierdoktor untersucht werden, muss dieser bei jeder Schlachtung anwesend sein. Ein Besuch vom Tierarzt kostet mindestens € 120,-. Deshalb kannst du das frische Lammfleisch nicht jede Woche im Ögreissler-Shop kaufen. Geschlachtet wird erst, wenn fünf bis sechs Tiere soweit sind. Falls du noch nicht für unseren Newsletter angemeldet bist, hole das gleich nach. Wir informieren dich natürlich, wenn es frisches Lammfleisch gibt. Das Fleisch wird vakuumiert geliefert – so ist es länger haltbar.

Strenge Auflagen für Bio-Lammfleisch

Natürlich gibt es strenge Vorschriften für die Haltung von Bio-Schafen. Das Futter darf ausschließlich Bio sein. Die Tiere müssen auf der Weide gehalten werden. Die Lämmer müssen schonend geschlachtet werden …  Die Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig kontrolliert. Schließlich sollst du dich darauf verlassen können, dass du hochwertiges und biologisches Lammfleisch bekommst.

Da guckst du, worauf du als Biohirte alles achten musst.

Doch nicht nur die Bio-Zertifizierung bringt viele Vorschriften mit sich. Auch die Baubehörde kommt regelmäßig zur Kontrolle. So muss zum Beispiel der Stall der Schafe betoniert werden. Eine riesengroße, sehr teuere Betonplatte soll in das Zelt der Schafe kommen. Bei Bioschafen? Damit soll verhindert werden, dass bei Regen der Schafmist in den Boden sickert, weil das für das Grundwasser schädlich ist. Und das, obwohl in der Woche 1.000 kg frisches Stroh in die Ställe gestreut wird, das den Schafmist sehr gut aufsaugt. Es ist auch erlaubt, das gebrauchte Stroh als Dünger für die Felder zu verwenden. Jetzt lässt die Familie teure Grundwasser-Messungen durchführen, um festzustellen, wie gefährlich die Schafe tatsächlich sind. Ob wohl bei jedem Bauern, der seine Felder spritzt, das Grundwasser gemessen wird?!? 

Und wenn die strenge Bio-Behörde die Haltung der Schafe für gut befindet, warum ist sie für die Baubehörde nicht in Ordnung? 

Hmm, nicht alle Vorschriften sind nachvollziehbar. Für die Familie Weber bedeutet das oft Strafzahlungen. Denn es wird nicht auf die Mängel hingewiesen und eine Nachfrist gesetzt. Sondern es wird gleich eine Strafe verhängt.

Leicht hat es Biobauer Michael Weber nicht. Doch er liebt seinen Job und seine Schafe, deshalb lässt er sich nicht unterkriegen.

 

Gesundes Bio-Lammfleisch

Dabei ist frisches, biologisches Lammfleisch sehr gesund. Durch seinen geringen Fettanteil enthält es fast so wenig Cholesterin wie ein Speisefisch. Zahlreiche Vitamine unterstützen unseren Stoffwechsel, stärken unsere Abwehrkräfte und sind gut für den Knochenaufbau. Als Protein-Lieferant mit einem hohen L-Carnitin-Wert hilft es dir auch beim Abnehmen. 

Außerdem schmeckt Lammfleisch besonders zart. Und es hat keinen strengen Geruch, der früher mit Schaffleisch verbunden wurde. Nur altes Fleisch böckelt. Bei frischem Lammfleisch aus Österreich kannst du davon ausgehen, dass du zartes, geruchloses Fleisch vom Lamm bekommst.

Das Fleisch von Otmar Weber ist komplett geruchsneutral. Als Fast-Vegetarierin esse ich selbst fast nie Fleisch. Lammfleisch mag ich gar nicht. Dennoch habe ich beim Fotografieren des Lammfleisches vom Biohirten keinen Ekel empfunden. Das Fleisch hat sehr appetitlich ausgesehen, war gut anzugreifen und vollkommen geruchlos. 

Für jedes Gericht die passenden Fleischteile vom Lamm

Wie bei jedem Tier gibt es auch beim Lamm unterschiedliche Fleischteile. Vom Rollbraten über das Kotelett bis zum Rücken ist die Auswahl groß. Im Ögreissler-Shop findest du für jedes Gericht das passende Lammfleisch:

Bio-Lamm-Stücke

schon für Ragout oder Gulasch geschnitten. 

Bio-Lamm-Spareribs

Perfekt zum Grillen! Überrasche deine Gäste.  

Bio-Lammschlögel-Steak

Kurz anbraten oder grillen. Und genießen.

Bio-Lammschlögel

Damit zauberst du einen perfekten Braten auf den Tisch.

Bio-Lammrollbraten

Spar dir die Arbeit – einfach ins Rohr damit!

Bio-Lammschulter

Hervorragend für Ragout, zum Schmoren und zum Braten. 

Bio-Lammrücken

eignet sich hervorragend zum Braten. 

Bio-Lammfleisch-Grillpaket

Für etwas Abwechslung beim Grillfest und einfach zum Durchprobieren. 

Bio-Lammrücken-Koteletts

Schnell zubereitet und einfach köstlich.

Bio-Lammfleisch im Ögreissler-Shop

Das frische Bio-Lammfleisch von Otmar Weber kannst du auch in unserem Online-Shop bestellen. Nicht immer ist alles erhältlich – mit frischem Lammfleisch ist das leider nicht immer möglich. 

Nachdem das Fleisch nur nach der Schlachtung erhältlich ist, holen wir dieses frisch vom Weber-Hof und bringen es gekühlt zu dir nach Hause. So frisches Lammfleisch ab Hof gibt es nur bei uns, Lieferung inklusive. Dass das Lamm frisch ist, erkennst du an der kräftigen roten Farbe. Und das Fett ist richtig schön weiß statt gelb. Damit es länger haltbar ist, wird es gleich nach der Schlachtung vakuumiert.

Bio-Lammfleisch richtig zubereiten

Beim frischen Lamm ist weniger mehr. Je weniger du das Fleisch würzt umso besser kannst du den zarten Geschmack genießen. Rosmarin, Thymian, Knoblauch und etwas Salz reichen schon aus. Im Kühlschrank hält das Fleisch ein bis zwei Tage. Damit es nicht austrocknet, kannst du es mit Öl einstreichen. Das Fett solltest du auf keinen Fall wegschneiden, es macht das Fleisch saftig und ist gut für den Geschmack. Außerdem ist es ja gesund.

Obwohl Lamm in Österreich und Deutschland eher selten auf der Speisekarte steht, gibt es jede Menge Zubereitungsmöglichkeiten. Wir haben dir ein paar Rezepte gesucht:

Wenn du das Bio-Lammfleisch von Otmar Weber schon einmal probiert hast, sag uns doch, wie es dir geschmeckt hat. Gerne kannst du uns auch Foto / Rezept schicken

Kürbisse im Marchfeld

Kürbisse im Marchfeld

Kürbisse

Ob groß, klein, grün, orange, rot oder gelb, essbar oder Zierde – Kürbisse gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. Nicht nur in der Steiermark – sondern auch dort, wo das Gemüse Zuhause ist: im Marchfeld!

Eine amerikanische Veredlung

Die große Vielfalt unserer heutigen Kürbisauswahl geht auf genau fünf verschiedene Kürbisarten zurück. In Nord-, Mittel- und Südamerika wurden die fünf Sorten unabhängig voneinander domestiziert. Und das schon vor mehr als 10.000 Jahren. Wie auch bei den Melonen wurden erst die nahrhaften und lagerbaren Kerne verwendet. Erst als es gelang, Kürbisse ohne Bitterstoffe zu produzieren, fand das köstliche Gemüse den Weg auf den Speiseplan der Amerikanischen Ureinwohner.

Im 16. Jahrhundert kamen die ersten Samen nach Europa. Mittlerweile gibt es mehr als 100 Sorten von den hübschen Früchten.

Kaum zu glauben!

Das Fruchtfleisch der ursprünglichen „Samenbeere“ ist giftig. Denn erst durch zahlreiche Züchtungen wurde der Kürbis genießbar. Dennoch sterben jährlich Menschen beim Verzehr von Kürbissen und Zucchinis. Eigener Anbau kann dazu führen, dass der Kürbis wieder die ursprünglichen Bitterstoffe hervorbringt. Und dadurch giftig ist. Besonders aufpassen musst du bei Kreuzungen aus verschiedenen Verwandten der Kürbisfamilie! Selbst gekreuzte Kürbis-Zucchini-Mischungen sind besonders gefährlich. Auch übermäßige Hitze kann dazu führen, dass die hübschen Früchte giftig werden. Grundsätzlich gilt: Schmeckt ein Kürbis bitter, dann lass die Finger davon.

Halloween Kürbis

Zu Halloween werden vor allem die Riesenkürbisse Jack-O‘-Latern zu den unterschiedlichsten Gesichtern geschnitzt. Das Fruchtfleisch dieser Kürbisse ist zwar nicht sehr süß, kannst du aber essen.

Vielfaltiger im Geschmack sind die nussigen Flaschenkürbisse. Wir schneiden diese in Scheiben und rösten sie auf dem Griller – einfach köstlich!  Die runden Gorgonzola Kürbisse eignen sich wiederum besonders gut zum Füllen. Da sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Am beliebtesten sind die Hokaidos. Die Schale ist genießbar. Das bedeutet weniger Arbeit und Abfall.

Flaschenkürbis

Während der Saison kannst du Esskürbisse im Ögreissler Shop bei Radls Genussparadies  mitbestellen. Eine besonders große Auswahl findest du beim Spezialisten Kürbis Kultur

Ölkürbisse

Vermutlich im 18. Jahrhundert hat die Züchtung eine Sorte mit sehr weicher Schale hervorgebracht. Diese ist heute als Oleifera oder Steirischer Ölkürbis bekannt. Und weißt du was, die Saatgutvermehrung dieser Kürbisse findet im Marchfeld statt. 

Saatgutvermehrung der Ölkürbisse im Marchfeld

Saatgutvermehrung der Ölkürbisse im Marchfeld

Saatgutvermehrung Ölkürbisse

Bei den Ögreissler-Liefertouren sind wir bei einige solcher Felder vorbeigefahren. Die bereits geöffneten Früchte wurden zur Probe entnommen. Damit wird die Reife der Früchte abgeschätzt.

Neben der Saatgutproduktion werden die Früchte auch für die lokale Ölproduktion angebaut. Kernöl produziert sowohl Harbichs Weidebeef aus Aderklaa als auch Kürbis Kultur aus Orth an der Donau. Probier doch selbst, welches Kernöl dir besser schmeckt. Im Ögreissler-Shop hast du die Wahl.

Medizinischer Nutzen der Kürbisse

Die meisten heilende Wirkstoffe des Kürbisses sitzen im Kern. Uns gefällt am besten deren Wirkung auf den Serotonin Haushalt. Serotonin ist ein Botenstoff, der erhebliche Einfluss aufs „Glücklich sein“ hat. Dieser Botenstoff wird aus Tryptophan vom Körper gebaut. Das ist in sehr hohe Konzentrationen im Kürbiskern vorhanden!

Von Parasiten werden Kürbiskerne gefürchtet. Laut einer Chinesischen Studie konnten die Kernen bei 3/4 der Bandwurminfektionen innerhalb weniger Stunden die Parasiten komplett beseitigen. Bei Madenwürmer wirken sie angeblich genauso effektiv. Das macht sie auch für Kinder zu einem möglichen Ersatzmittel. Um auch Tiere vor Parasiten zu schützen, werden gemahlene Kerne dem Tierfutter beigemengt.

Wenn du ein bisschen im Internet nach Wirkstoffen der Kürbisse suchst, findest du noch viele weitere Anwendungen.

Kürbis Dekoration

Eine der wichtigsten Aufgaben der Kürbisse ist im Herbst ganz einfach: Schön ausschauen. Kaum eine herbstliche Dekoration für Haus und Garten, die ohne Kürbisse auskommt. Bei den Dekorationskürbissen haben sich die Züchter auch selbst übertroffen. Kaum eine Farbe oder Form, die es nicht gibt! Ob geschnitzt, beklebt, bemalt oder dekoriert – es gibt unendlich viele Möglichkeiten, aus Kürbissen einen Hingucker zu basteln.

Kürbis Dekoration

Kürbis Dekoration

Rezepte

Rezepte findest du im Internet unendlich viele. Doch wir würden gerne von dir wissen: Was ist dein Lieblingsrezept? Wir freuen uns, wenn du es als Kommentar mit uns teilst. die besten fügen wir hinzu.

Melonen: die gesunden erfrischenden Durstlöscher?

Melonen: die gesunden erfrischenden Durstlöscher?

Herkunft und Verwandtschaft der Melonen

Am häufigsten werden im Marchfeld Wasser- und die Zuckermelonen angebaut. Beide gehören zur Familie der Kürbisgewächse, kommen jedoch aus einem anderen Familienzweig: die Zuckermelone ist mit den Gurken verwandt, und kommt aus Asien (Renner et al; licensee BioMed Central Ltd. 2007). Die Wassermelone dagegen kommt aus Westafrika. Spannend ist, dass laut archäologischen Funden bei beiden ungefähr gleichzeitig mit dem Anbau begonnen wurde. So gibt es Spuren aus dem Alten Ägypten (vor ca. 5.800 Jahre)  sowie aus Indien und China (vor ca. 5.000 Jahre). Zu uns sind die erfrischenden Melonen über die Altgriechen gekommen. Daher auch der Name: Melos ist Altgriechisch für Apfel.

 

Die Kraft der Kerne

Wie bei den Kürbisse wurden bei den Melonen vermutlich nur die Kerne gesammelt. Die Urformen der Melonen waren eher bitter. Die Kerne haben viele nützliche und gesunde Inhaltsstoffe und sind vielseitig verwendbar. In Indien zum Beispiel werden sie zum Backen vermahlen. Aus den Kernen hergestelltes Wassermelonen-Öl ist sehr gut für die Haut.

Die bis zu 100 Kilogramm schweren Wassermelonen waren beliebter Proviant, insbesondere bei den Seefahrern der Neuzeit. Einerseits waren sie ein haltbarer Ersatz für Süsswasser. Andererseits nutzen sie auf längeren Fahrten die nahrhaften, energiereichen Kerne als Vitaminlieferant. Geröstete Kerne lassen sind länger halt- und genießbar.

 

Reifetest – so siehst du, ob die Melonen reif sind

Bei einer Wassermelone klopfst du laut Ernährungswissenschaftlerin Dr. Brigitte Bäuerlein leicht auf die Frucht. Wenn ein dunkel dumpfen Ton erklingt, ist sie reif.

Bei der Zuckermelone riechst du, ob sie reif ist. Sie fängt dann an süßlich und aromatisch parfümiert zu duften. Wenn sie säuerlich riecht, lass sie noch eine Weile in der Sonne liegen.

 

So schmecken Melonen am besten

An einem heißen Sommertag gibt es fast nichts erfrischenderes als eine gekühlte Wassermelone. Oft reicht eine ganze Melone für einen Tag am Strand. Auch Kinder lieben die köstlichen Früchte.

Feinschmecker genießen die Zuckermelone ummantelt mit etwas Rohschinken als Vorspeise oder Snack für Zwischendurch. Eine kleine Injektion mit ein paar Tropfen Portwein sorgt für ein überraschendes Geschmackserlebnis.

Zuckermelone mit Rohschinken

Zuckermelone mit Rohschinken

Für die späten feuchtfröhliche Strand- oder Gartenparty mit FreundInnen gießt du tiefgekühlten Wodka in eine Wassermelone. Jetzt bekommt jeder einen Strohhalm und kann die fruchtige Wodka-Mischung genießen.

Wassermelone

Wo gibt es im Marchfeld Melonen?

Während der Saison gibt es fruchtige Bio-Wassermelonen als Aktion im Shop, sowie normale Zucker und Wassermelonen von Radls Genussparadies. Frische Zuckermelonen aus Leopoldsdorf kannst du beim Bachfeldhof erwerben. Sowohl Wasser- als auch Zuckermelone kannst du in der Saison in unserem Ögreissler Shop bestellen. Wir bringen die frischen Melonen aus dem Marchfeld zu dir nach Hause.

 

Pfirsiche und Nektarinen – die Sonnenfrüchte

Pfirsiche und Nektarinen – die Sonnenfrüchte

Die besten Pfirsiche schmelzen beim Verzehr auf der Zunge. Sie sollten so reif sein, dass du dich kaum traust hineinzugreifen, weil du Angst hast, dass sie auseinander fallen. Pfirsiche – und auch Nektarinen – die zu früh geerntet werden und noch Wochen im Kühlwagen und im Kühlregal liegen, können ganz mehlig werden und verlieren ihren köstlichen Geschmack. Aber warum solltest du zu weit gereisten Pfirsichen und Nektarinen ohne Geschmack greifen, wenn du diese frisch vom Baum aus dem Marchfeld haben kannst?

 

Was ist der Unterschied zwischen Pfirsich und Nektarine?

Mit der Veredelung und Züchtung von Pfirsichen wurde vor 8.000 Jahren in Ostasien angefangen (2014, Yunfei Zheng, Gary W. Crawford, and Xugao Chen). Spannend ist, dass die ältesten veredelten Kerne sowohl in China als auch in Japan gefunden wurden. Mit einigen Tausend Kilometer Abstand voneinander.

Wie der lateinische Name „Prunus Persica“ verrät, ist er von Asien durch die Perser und dann mit den Römern zu uns gekommen. Die heutige Bezeichnung Pfirsich ist abgeleitet vom „Persischen Apfel“ – wie ihn die Altgriechen bezeichneten.

Im Laufe der Züchtung ist eine Mutation ohne feine Härchen (wie sie für den Pfirsich typisch sind) entstanden. Die Nektarine war gezüchtet. Nektarinen sind also Pfirsiche mit einer rezessiven Genmutation. Dadurch kann es vorkommen, dass ein Pfirsichbaum Nektarinen trägt. Ein Nektarinenbaum wird jedoch nie Pfirsiche tragen.

Nektarine, gezeichnet von Mischa Skorecz

Nektarine, gezeichnet von Mischa Skorecz

Pfirsiche und Nektarinen sind enge Verwandten

Pfirsiche Handgezeichnet durch Misch Skorecz

 

Bester Erntezeitpunkt der Pfirsiche

Der beste Erntezeitpunkt ist schwierig zu definieren. Sind die Früchte zu reif, sind sie nur ein paar Stunden haltbar. Werden sie geerntet, bevor sie ganz reif sind, lassen sie sich besser transportieren. Die reifen Früchte kannst du mit einer sehr kleinen Handbewegung vom Baum pflücken und sie schmecken einfach umwerfend.

Den höchsten Zuckergehalt haben die Früchte, die frisch vom Baum gefallen sind. Aus ihnen wird der beste Pfirsichbrand.

 

Wie lagere und verarbeite ich zu viele reife Früchte?

Wenn die Früchte reif sind, verarbeitest du sie am besten gleich. Du kannst sie mit Zuckerwasser einwecken oder als Kompott haltbar machen. Eine süße Verführung für’s ganze Jahr sind Pfirsichknödel. Sie lassen sich gut vorbereiten und einfrieren. Oder wie wäre es mit einer prickelnd frischen Pfirsichbowle zum nächsten Grillfest?

Wir machen daraus am liebsten flüssigere Marmelade (1:1 mit Gelierzucker) So können wir das ganze Jahr den Sommer genießen: auf Brot & Gebäck, zum Vanilleeis, im Joghurt …

 

Pfirsiche und Nektarinen aus dem Marchfeld

Pfirsiche im Bachfeldhof

Katja vom Bachfeldhof beim Pfirsichbaum

In der kurzen Sommersaison gibt es für einige Wochen beim Bachfeldhof Pfirsiche und Nektarinen unterschiedlicher Sorten (mit verschiedenen Reifegraden, damit sie länger zur Verfügung stehen). Wir bringen sie dir natürlich gerne nach Hause.

 

rote Ribisel – Superfood aus dem Marchfeld

rote Ribisel

Ob im Kuchen, Saft oder frisch vom Strauch – die Ribisel ist eine beliebte heimische Frucht. Die kleinen roten Früchte werden in Deutschland Johannisbeere genannt und gehören zu den Stachelbeergewächsen.

Mit ihrem vielen Vitaminen und Mineralstoffen gehört sie zum heimischen Superfood. Sie enthält fast vier Mal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte. Darüber hinaus ist die Vitaminbombe ein hervorragender Eisenlieferant. Flavonide geben der Ribisel nicht nur die schöne rote Farbe, sie unterstützen auch dein Immunsystem.

 

Herkunft

Seit dem 15. / 16. Jahrhundert hat die rote Zauberfrucht von Mittel- und Osteuropa die Welt erobert. Inzwischen gibt es mehr als 140 verschiedene Arten.

Das Wort Ribisel leitet sich von dem aus dem Arabischen stammenden Wort ribes ab. Die deutsche Bezeichnung Johannisbeere wird auf den Johannistag zurückgeführt. Denn rund um den Johannistag beginnt die Ernte.

Zeichnung Ribisl

diese wunderschöne Bild hat Brigitte Mahr für den Ögreissler gemalt

 

Verarbeitung und Lagerung:

Ribisel solltest du möglichst schnell verarbeiten. Da ist es gut, dass sie der Ögreissler erntefrisch bringt. Dass die Früchte frisch sind, erkennst du daran, dass sie prall und transparent sind.

Im Kühlschrank kannst du die kleinen Beeren maximal 3 Tage lagern. Dabei solltest du sie allerdings locker und vorsichtig auflegen.

Ribisel eignen sich allerdings sehr gut zum Einfrieren. Damit sie nicht verklumpen, legst du die frischen Früchte am besten auf ein Tablett und lässt sie im Tiefkühler vorfrieren.

 

Erntezeit

Die köstlichen Superbeeren werden ab Mitte Juni geerntet und sind je nach Wetterlage bis August erhältlich. Zu dieser Zeit bringt dir der Ögreissler die frischen Früchte.

 

Ribisel aus dem Marchfeld

Während der Saison kannst du die Früchte bei Prenner Beerenkultur und Bachfeldhof bestellen. Sie werden an dem Tag geerntet, an dem sie dir der Ögreissler bringt.

Ribisel frisch oder verarbeitet

Nur für kurze Zeit gibt es den selbstgemachten Ribiselkuchen vom Bachfeldhof

Das ganze Jahr gibt es Ribisel in Form von Sirup, Essig und Marmeladen beim Marchfelder Beerenspezialisten Prenner Beerenkultur.

 

Jetzt im Shop

 

Spargel – das königliche Gemüse aus dem Marchfeld

Spargel – das königliche Gemüse aus dem Marchfeld

Über die ursprüngliche Herkunft von Spargel sind sich die Geschichtsforscher nicht ganz einig:

  • Erfreuten sich schon die ägyptischen Könige an dem exklusiven Gemüse? Haben tatsächlich Pharao Echnaton und Nofretete die Gemüsestangen zur Götterspeise erklärt?
  • Waren die Griechen die ersten, die sich die Heilkräfte des wilden Asparagus zunutze gemacht haben?
  • Oder waren es doch die Asiaten, die vor allem in der Medizin auf den Spargel setzten?
  • Ziemlich einig sind sich die verschiedenen Quellen, dass es die Römer waren, die den Spargel zum ersten Mal landwirtschaftlich anbauten. Vor allem Kaiser Augustus soll ein großer Spargelfan gewesen sein. Wahrscheinlich waren es auch die Römer, die den Spargel zu uns brachten.

Doch mit dem Untergang des römischen Reiches geriet der Spargel wieder in Vergessenheit. Erst im 15. Jahrhundert besannen sich die Mönche wieder seiner gesunden Eigenschaften und pflanzten ihn als Heilpflanze. Etwa ein Jahrhundert später wurde der Spargel in den europäischen Küchen salonfähig. Ob Fürsten oder Ludwig der XIV. – alle zeigten ihren Gästen mit dem exklusiven Gemüse, dass das Beste für sie gerade genug ist. Bis der Spargel Deutschland und Österreich eroberte, dauerte es ein weiteres Jahrhundert. Mitte des 17. Jahrhunderts begann das bis dahin königliche Gemüse seinen Siegeszug. Mit der ersten Konservierung (Anfang 1804) setzten die Bauern immer öfter auf das exklusive Sprossengemüse und forcierten den Spargelanbau. Mit steigender Beliebtheit wechselte die köstliche Gemüsestange ihre Farbe. Wurde bis dahin hauptsächlich der grüne Spargel serviert, entdeckten die Spargelbauern den unterirdische Anbau und der weiße „Bleichspargel“ verdrängte schon bald den Grünspargel vom Speiseplan. Heute hat sich der grüne Spargel seinen Platz auf unseren Tellern zurückerobert. Durch das größere Angebot war der Spargel langsam für die restliche Bevölkerung erschwinglich. Wirklich billig ist der heimische Spargel noch immer nicht. Das liegt an seinem noch immer sehr aufwändigen Anbau.

 

Marchfeldspargel

Das königliche Gemüse hat natürlich auch auf den österreichischen Königshöfen eine große Rolle gespielt. Durch seine Nähe zu Wien und das ausgesprochen gute Klima für den Spargelanbau gewann das Marchfeld immer mehr an Bedeutung. Ob die Kammerfrauen von Maria Theresia oder Kaiser Franz I. – in der Saison wurde fast täglich Spargel serviert. Das Marchfeld erfreut sich besonders vieler Sonnenstunden und ist so eine der wärmsten Zonen Österreichs – ideal für das Edelgemüse. Darüber hinaus eignet sich der Marchfelder Boden besonders gut für das anspruchsvolle Gemüse, das sandige Böden bevorzugt. Der Marchfelderspargel hat ein ganz besonders feines, zartes Aroma mit weniger Bitterstoffen. Das ist das Ergebnis der langjährigen Kooperation der Marchfelder Spargelbauern. Anfang der 80er Jahre haben sie den Bund der Marchfelder Spargelgüter gegründet. Seither vertreiben sie den Marchfeldspargel unter einem gemeinsamen Etikett. Erst 16 Jahre später wurde der „Marchfeldspargel“ auch von der EU geschützt (g.g.A. = geschützte geographische Angabe). Marchfeldspargel wird umweltschonend – entsprechend einer AMA-Global GAP Richtlinie angebaut. Die Einhaltung der Richtlinien wird selbstverständlich regelmäßig kontrolliert:

  • Nö Landesregierung / Abteilung Lebensmittelkontrolle
  • von einer privaten Kontrollfirma (SGS)
  • von der AMA vorgeschriebene Kontrollen werden von akkreditieren Firmen durchgeführt.

 

Warum ist Spargel so teuer?

Im Vergleich zu anderen Gemüsesorten ist der Preis für Spargel noch immer hoch. Das liegt vor allem daran, dass der Anbau von Spargel sehr langwierig ist und zum Großteil noch immer händisch durchgeführt wird.  

Spargelanbau

Ob grüner, weißer oder lila Spargel – vor dem Anbau wird der Boden tief gelockert (bis ca. 100 cm Tiefe). Er muss schon einige Voraussetzungen erfüllen: keine Steine, entsprechender ph-Wert, ausreichend Humus … Wenn das Feld endlich „spargeltauglich“ ist, werden Pflanzgräben errichtet. Der Abstand hängt davon ab, ob bzw. welche Maschinen zum Einsatz kommen. Die Tiefe sollte der Höhe des Spargels entsprechen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Spargel mit den Jahren höher wird. Das heißt, der Damm hat eine Höhe von ca. 35 cm und sollte oben ca. 50 cm breit sein. Wenn du durch das Marchfeld fährst, kommst du an vielen Spargelfeldern vorbei. Im Frühjahr sind die meisten mit einer weißen Folie abgedeckt. Diese schützt den Spargel einerseits vor der Kälte und andererseits vor Vögeln. Bei der Familie Magoschitz sind die Dämme unterschiedlich hoch und breit. Die Folie dient auch zur Thermoregulierung: Weiße Folie kühlt, schwarze Folie wärmt.

2 Jahre Vorarbeit

Die jungen Spargelpflanzen werden meist maschinell ausgebracht. Im Marchfeld gibt es spezialisierte Vermehrungsbetriebe, die Jungpflanzen für die Spargelbauern ziehen.

Die jungen Spargelpflanzen wiegen gerade einmal 70 Gramm. Kaum vorstellbar, dass diese kleinen Pflänzchen bis zum Winter 5 kg schwer werden können. In dieser Zeit breiten sie sich unterirdisch aus. Erst im 3. Jahr werden die aufschießenden Stangen gestochen. Foto: © capreolus e.U. 

Jetzt beginnt erst die Arbeit. Die kleinen Pflanzen brauchen regelmäßig Dünger. Außerdem mögen sie kein Unkraut! Und jeder Gartenbesitzer weiß, wie hartnäckig und kreativ so manches „Beikraut“ sein kann. Außerdem muss der Spargelbauer seine Pflänzchen vor Schädlingen schützen. Im November schneidet der Bauer das ausgewachsene Spargelkraut. Das macht er zwei Jahre – ohne einen einzigen Spargel zu ernten!!! Im dritten Jahr kann der erste Spargel geerntet werden. Der weiße und der lilafarbene Spargel bekommen ihre Farbe, weil sie unter der Erde wachsen. Der weiße Spargel bekommt gar keine Sonne ab, das lila kommt von einem kurzen Sonnenbad. Der grüne Spargel ist ein bisschen pflegeleichter, er wächst oberirdisch und verdankt seine Farbe der Sonne bzw. der damit verbundenen Photosynthese. Ein Spargelfeld kann maximal 10 Jahre genutzt werden, dann braucht der Boden etwas Abwechslung. Wenn du Spargel im Garten anbauen möchtest, kannst du das natürlich versuchen. Wir haben eine sehr ausführliche Pflanzanleitung für dich gefunden. Doch auch im Garten brauchst du drei Jahre Geduld bis zur ersten Ernte. 

Spargelernte

Je nach Witterung und Temperatur beginnt die Spargelernte zwischen Anfang und Ende April. In Summe braucht der Spargel in ca. 20 cm Tiefe 500 Grad. Das heißt, sobald der Spargel zu wachsen beginnt, wird täglich gemessen, wie viel Grad es in 20 cm Tiefe hat (dafür gibt es schon echt coole Apps). An dem Tag, an dem die Summe der täglichen Messungen 500 ergibt, kann mit der Ernte begonnen werden, manchmal sogar ein bisschen früher. Durch die verschiedenen Tunnel- und Foliensysteme kann der Beginn der Erntezeit beeinflusst werden. Schwarze Folie sorgt erfahrungsgemäß für höhere Temperaturen. Das Ende der Saison ist normalerweise gleich: am 24. Juni ist Schluss mit der Spargelernte. Wenn der Mai sehr heiß ist und die Ernte bereits sehr ertragreich war, kann es passieren, dass vor dem 24. Juni der letzte Spargel gestochen wird. Insgesamt dauert die Erntezeit circa sechs Wochen – viel zu kurz für Spargelliebhaber. Die gute Nachricht: du kannst Spargel sehr gut einfrieren, dadurch verlängerst du die Saison um ca. 6 Monate.

Aufwändige, händische Ernte

Die Spargelernte ist sehr aufwändig und erfolgt händisch. Fährst du in der Spargelsaison durch das Marchfeld kannst du sehen, wie viele Leute damit beschäftigt sind:

  • Zuerst wird die Folie angehoben.
  • Dann kann der Spargel mit einem Spezialmesser gestochen werden. Vorher wird die Erde ein bisschen entfernt.
  • Das entstandene Loch wird wieder zugeschüttet, bevor es zur nächsten Spargelstange geht.
  • Der frische Spargel gehört sofort wieder zugedeckt (damit er keine Sonne ab bekommt) und gekühlt und im Betrieb der Spargelbauern mit kaltem Wasser gewaschen.
  • Anschließend geht für den Spargel, auf Eis gelagert, zum Wiederkäufer. Bestellst du deinen Marchfeldspargel beim Ögreissler, ist dieser frisch gewaschen, wenn wir ihn in das E-Auto laden (selbstverständlich in die Kühlbox). Und schon beginnt die Auslieferung. So frisch bekommst du den Spargel nur, wenn du ihn selbst vom Hof des Spargelbauern holst.
  • Nachdem der Spargel sehr rasch wächst (ca. 0,75 cm pro Stunde), kann es vorkommen, dass eine Spargelreihe zwei Mal am Tag geerntet werden muss. Durch die Folie und evtl. Kühlung kann das Wachstum ein bisschen gebremst werden, so erspart sich der Spargelbauer den zweiten Erntedurchgang.
  • Die beste Tageszeit für die Ernte ist der Morgen – da ist die Sonne noch nicht so kräftig und der Spargel wird nicht ausgetrocknet. Ein eventueller zweiter Erntetermin findet am Nachmittag statt. 

Nach dem 24. Juni wird kein Spargel mehr geerntet, damit sich die Pflanzen erholen können. Die Spargelpflanze wächst jetzt Richtung Himmel und schickt die Energie, die sie durch Photosynthese erzeugt, in ihre Wurzeln. So bekommst du auch im nächsten Jahr wieder viele frische Spargelstangen. Insgesamt funktioniert das allerdings nur 7 Mal. Denn eigentlich würde die Spargelpflanze gerne ein Busch werden. Das versucht sie genau sechs Mal, der siebente Versuch ist ihr letzter. Deshalb kann der Spargelbauer das Feld nur 10 Jahr nutzen. Ein Schimmel, der sich im Boden bildet, verhindert für lange Zeit, den wiederholten Anbau von Spargel.

In der Frische liegt die Qualität

Auch wenn frischer, regionaler Spargel nur kurze Zeit erhältlich ist, können wir dir importierten Spargel nicht empfehlen. Das besonders empfindliche Gemüse solltest du möglichst frisch konsumieren oder sorgfältig lagern. Je länger Spargel transportiert wird, umso trockener wird er. Du siehst das an den ausgetrockneten Schnittenden. Damit der Spargel nach einem langen Transport noch weiß ist, wird er so lange im Wasser gelagert, bis er „quasi tot“ ist. Er schmeckt dann nach Wasser und gilt eigentlich nicht mehr als „LEBENsmittel“. Der Spargel schmeckt oft holzig und hat sein feines Aroma lange verloren. Hinzu kommt, dass in den südlichen Ländern für den Spargelanbau wesentlich mehr Wasser verbraucht wird, als zum Beispiel für den Marchfeldspargel. Und wenn es die jeweiligen Gesetze erlauben, wird der Spargel mit Chlor gebleicht. Unseren Spargelbauern ist das verboten, aber die Supermärkte dürfen das mit Chlor gebleichte Gemüse verkaufen. Hinzu kommt, dass Transportwege von Peru, Südafrika … ökologisch nicht vertretbar sind. 

So erkennst du frischen Spargel

Frischer Marchfeldspargel hat einen ganz saftigen Anschnitt. Und wenn du die Stangen aneinander reibst, quietschen sie. Liegen frischer und alter Spargel nebeneinander, erkennst du sofort den Unterschied: Frischer Spargel ist leicht glänzend.

Spargelsaison 2020 im Marchfeld

Durch den milden Start ins Jahr und die frühlingshaften Temperaturen im Februar und März hat die Spargelsaison 2020 bereits Mitte März begonnen. Die Spargelernte ist jedes Jahr eine Herausforderung für die Spargelbauern. Für einen kurzen Zeitraum brauchen sie viele Arbeitskräfte. Der Coronavirus verschärft diese Situation. Viele der Saisonarbeiter dürfen aufgrund der Grenzsperren nicht einreisen. Es wird sich erst zeigen, wie viel Spargel heuer geerntet werden kann. 
 

Marchfelderspargel mit Klasse

Gerade gewachsen, 22 cm lang und geschlossene Köpfe – das sind die Qualitätsmerkmale von Marchfelderspargel. Er wird in folgenden Farben und Formen angeboten:

  • weiß (auch Bleichspargel genannt, weil er komplett unterirdisch wächst)
  • lila / violett (wächst ähnlich wie der weiße Spargel, nur der Kopf bekommt etwas Sonne ab) schmeckt etwas kräftiger als der weiße Spargel
  • grün (wächst oberirdisch) und hat ein bisschen mehr Geschmack als der weiße Spargel – dafür sorgt die Sonne, die für mehr Karotin und Vitamin C sorgt.
  • Spargelbruch (das ist der Spargel, der beim Ernten gebrochen ist) eignet sich perfekt für eine Spargelcremesuppe oder ein Spargelrisotto
  • Spargelspitzen – das ist der köstlichste Teil vom Spargel und du ersparst dir das Schälen.

Die Marchfeldbauern haben sich auf verschiedene Klassen (abhängig vom Durchmesser des Spargels) geeinigt, die für grünen, weißen und lila Spargel gelten.

  • Solo Plus: mehr als 25 mm Ø
  • Solo: 20 – 25 mm Ø
  • Classic: 15 – 20 mm Ø
  • Classic Fein: 10 – 15 mm Ø

Geschmacklich gibt es übrigens keinen Unterschied – egal ob dick oder dünn, Solo oder Classic Fein. Der Vorteil des dickeren Spargels liegt hauptsächlich in der Zubereitung: du brauchst weniger schälen und wenn du den Spargel im Spargeltopf kochst, fällt er nicht so leicht um. Die ganz dünnen Stangen sind manchmal schwierig zu schälen, wenn du den Spargelschäler verwendest. Allerdings kannst du dir bei grünem Spargel das schälen sparen. Noch mehr über das königliche Gemüse und wie du noch länger was davon hast, liest du in unserem Beitrag über den Marchfeldspargel. Und welchen Spargel dürfen wir dir bringen? Im Ögreissler-Shop bekommst du frischen Marchfeldspargel in allen Klassen.  

(Bio-)Milch aus dem Marchfeld

(Bio-)Milch aus dem Marchfeld

Futter für Mensch oder Tier

Frische Milch im Marchfeld zu produzieren ist gar nicht so einfach. Tierhaltung bedarf viel Futter. Die reichhaltigen Böden im Marchfeld eignen sich perfekt für den Anbau hochwertiger Lebensmittel für Menschen. Die Pachtpreise sind dementsprechend höher – viel zu teuer für den Anbau von Futterpflanzen für Kühe. Der Zukauf von Futter wäre mit entsprechend hohen Transportkosten verbunden. Das ist weder für die Bauern noch für die Umwelt zumutbar.

Im Marchfeld rentiert sich Tierhaltung daher nur in einem integrierten Kreislaufsystem. Beim Bachfeldhof leben die Hühner im Gleichklang mit dem Obstgarten.

Eine Alternative ist die Produkt- oder Marktspezialisierung. So hat sich der Biohof Harbich auf Weidebeef spezialisiert. Nur durch kleine Herden und Direktvermarktung ist dieses Konzept umsetzbar. Und sogar für die kleinen Rinderherden ist es für Vinzenz Harbich schwierig, ausreichend Weideflächen zu finden. Die immer trockeneren Sommer der letzten Jahre verschärfen die Situation zusätzlich. Um die Wiesen gesund zu erhalten, dürfen die Rinder diese nur ein paar Wochen abgrasen. Dann brauchen sie wieder neue Weideflächen.

Tierhaltung im Marchfeld erfordert daher sehr viel Liebe und Engagement. Die Verwendung der eigenen Landwirtschaftsflächen für die Futterproduktion bedeutet Verzicht auf die höheren Erträge aus alternativen Feldkulturen. Großbauern mit Massentierhaltung wird es daher langfristig im Marchfeld nicht geben. Und die Produkte die lokale Tierhalter herstellen, wirst du auch nicht im Supermarkt finden. 

 

Bio-Milch aus dem Marchfeld

Unsere Kundenbefragung hat ergeben, dass sich unsere Kunden Bio-Milch und Bio-Milchprodukte wünschen. Nachdem wir unsere Produzenten mit den E-Autos erreichen möchten, müssen diese in der Nähe sein. Auf der Suche nach einem Milchproduzenten haben wir das sympathische Bio-Kasino in Obersdorf gefunden. Ein sehr kleiner Betrieb mit 10 Heumilch-Rindern und einem kleinen Ab-Hof-Laden. Hier kannst du dir tatsächlich 24 Std. am Tag deine Bio-Rohmilch „zapfen“. Die Flasche bringst du selbst mit und kannst sie hier befüllen. Gerne würden wir das für dich übernehmen. Doch Roh-Milch ist ein sehr heikles Lebensmittel und darf daher nur ab Hof verkauft werden. Außerdem ist die Nachfrage so groß, dass der Roh-Milch-Automat rasch leer gezapft ist. Bio-Milch vom Ögreissler gibt es daher leider nicht.

 

Milchhof Lang

Der Wunsch unserer Kunden ist uns Befehl. Wir haben daher nicht aufgehört, weiter nach einem Milch-Lieferant für dich zu suchen. In Pillichsdorf wurden wir fündig! Da ist der konventioneller Milchhof Lang zu Hause. Alexander Lang hat sich auf Schulmilch spezialisiert. Ca. 100 Schulen in Wien und Niederösterreich beliefert er. Produziert wird diese Milch von 35 Kühen, die hauptsächlich mit Mais, Luzerne, Weizen und Rüben gefüttert werden. Angebaut wird das Futter auf den 52 Hektar Nutzfläche der Familie Lang.

Die Kühe vom Milchhof Lang werden mit dem vollautomatischen Milchroboter gemolken. Das kommt der Qualität der Milch zugute.

Jede der 35 Kühe hat einen Namen und wird als Haustier gehalten. Zweimal täglich bekommen sie frisches Stroh und Futter. Jede 2. Woche wir der Stall komplett ausgemistet. Da er diesen natürlichen Dünger auf seinen Feldern verwendet, kann Alexander Lang völlig auf künstlichem Dünger verzichten. Wann gemolken wird, entscheiden die Tiere selbst – das sorgt für eine sehr idyllische Atmosphäre im Stall.

 

Flaschenmilch für Schüler und Ögreissler-Kunden

Frisch abgefüllte Milch kannst du dir am Milchhof Lang auch selbst abholen. Mit der eigenen Pasteurisierungsanlage wird am Donnerstag pasteurisierte Frischmilch in die traditionelle braune 1 Liter Glasflasche abgefüllt. Für Ögreissler Kunden wird auch das am Hof hergestellte Naturjoghurt in diese Glasflaschen gefüllt. So können diese wieder verwendet werden.

 

Hast du es gewusst?

  • Frischmilch wird in dunklen Flaschen verkauft, weil sich sonst der Geschmack verändert („Lichtgeschmack„).
  • Beim Stehen sahnt Frischmilch ab, daher kommt der weiße Rand in der Flasche. Wenn du die Flasche einmal gut schüttelst, vermengt sich die Sahne wieder mit der Milch.
  • Flaschenmilch, die du im Supermarkt kaufen kannst, ist hoch erhitzt und homogenisiert. Ihr Geschmack ist daher nicht mit Frischmilch vergleichbar.

 

Bestellen kannst du die frische Milch gleich im Ögreissler Shop.