Die Artischocke fühlt sich durch das warme Klima im Marchfeld sehr wohl. Obwohl sie uns aus dem Mittelmeerraum bekannt ist, wird die distelartige Kulturpflanze nun auch verstärkt in unserer Region angebaut. Durch ihre wunderschöne Blüte, ziert sie auch so manchen Garten.

Woher kommt die Artischocke? 

Die Königin des Gemüses kommt ursprünglich aus den Mittelmeerraum. Schon die alten Griechen und Römern haben über die essbaren Korbblütler geschrieben. Jedoch waren es erst die Araber, die die Verbreitung vorangetrieben haben. Mit der Renaissance im 15. Jahrhundert haben die Italiener sie wieder belebt. Und im 16. Jahrhundert ist sie in Nord-West-Europa als hochwertiges Gartengemüse in den edlen Häusern angekommen. Der Name Artischocke kommt übrigens von einer Nord-Italienischen Nebenform des Arabischen Al-Charchouf hervor (siehe Wikipedia).

Handgemalte Artischocke von Mischa Skorecz

Nützlich ist sie

Obwohl ihr Siegeszug im 16. Jahrhundert auf ihren Ruf als Aphrodisiakum zurückzuführen ist, wurde diese Wirkung der Artischocke nie nachgewiesen (la nutricioin). Signifikant wirksam sind die Inhaltsstoffe als effektiver Cholesterinsenker und zur Stärkung der Leber und Galle. Der hohe Anteil an antioxidativen Elementen bringt zusätzlich eine Anregung der Mitochondrien und verbessert so indirekt das gesamtheitliche Wohlbefinden. Kein Wunder also, dass die Artischocke als Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt wurde.

Und unglaublich köstlich ist sie

Die Blütenstände werden in unterschiedlichen Größen geerntet. Und diese kannst du unterschiedlich verarbeiten.

Wir nehmen am liebsten die mittelgrosse bis grosse Blüten. Nach dem Kochen in Salzwasser, zupfen wir die Blätter ab und tränken diese in einen Dip. Und dann wird abgelutscht und abgebissen. Als Dip oder Soße nutzten die Araber ein Dressing auf Basis von Essig, Öl, Pfeffer und Salz. Dieses Dressing wird auch heute noch oft dazu gereicht. Unsere Kinder lieben die „moderne Variante“. Nämlich mit Cocktailsosse (50% Ketchup und 50% Majo, die zuvor auf dem Teller vermischt werden).

Bei Babyartischocken schneiden wir die Spitzen ab. Wir halbieren sie und braten sie in einer Pfanne an. So kannst du sie auch direkt auf eine Pizza legen.

Die größeren Herzen werden gekocht und abgekühlt. So kannst du sie für einen Salat verwenden.

Artischocken – das königliche Gemüse

 

Artischocken im Marchfeld

Die Artischocken werden seit ein paar Jahren von der Familie Theuringer auf 5 Hektar in größeren Mengen im Marchfeld angebaut. Eine Pflanze beansprucht einen ganzen m². Jetzt kannst du dir ausrechnen, wie viele Artischocken im Marchfeld stehen. Das ist schon eine ganze Menge.

Wir freuen uns sehr, dass wir euch während der Saison die Königin des Gemüses ganz frisch nach Hause bringen dürfen. Außerhalb der Saison kannst du die Artischocken auch eingelegt in Olivenöl genießen. Du kannst sie einfach im Ögreissler Shop bestellen.